4 Regeln für optimales Dashboard Design

Das Dashboard steht am Ende eines BI-Prozesses, der normalerweise die Sammlung von Anforderungen, die Definition von KPI und die Erstellung…

Das Dashboard steht am Ende eines BI-Prozesses, der normalerweise die Sammlung von Anforderungen, die Definition von KPI und die Erstellung eines Datenmodells beinhaltet. Das richtige Design und Layout des Dashboards sollte jedoch nicht unterschätzt werden, denn schlecht gestaltete Dashboards vermitteln im schlimmsten Fall die falschen Zahlen oder unterschlagen wichtige Informationen.

Ein gutes Dashboard Design soll

  • das Komplexe einfach machen: Wir haben riesige, sich ständig ändernde Datensätze und diverse analytische Anforderungen und Fragen. Wir möchten all diese Komplexität einfacher machen.
  • eine verständliche Geschichte erzählen: Wir möchten die Daten in ihrem wirtschaftlichen Kontext verbinden und die Fragen der Betrachter beantworten. Deshalb ist das Layout eines Dashboards extrem wichtig.
  • die richtigen Visualisierungen nutzen: Die gewählten Datenvisualisierungen müssen die Daten und die Informationen, die transportiert werden sollen, richtig darstellen.
  • die relevanten Details anzeigen: Jeder Anwender soll Zugang zu den Daten haben, die er benötigt – nicht weniger, aber auch nicht mehr. Einige Anwender möchten vielleicht eine granularere Ansicht der Daten sehen – anderen reicht ein Überblick.

Jedes Dashboard hat seine eigenen Anforderungen, Einschränkungen und Zwecke. Es gibt jedoch bestimmte Best Practices, die für jedes Dashboard gelten. Im folgenden stellen wir 4 Regeln vor und demonstrieren, wie sie sofort für das Dashboard Design eingesetzt werden können.

Zunächst ein paar Beispiele. wie ein schlecht gestaltetes Dashboard aussehen könnte:

A poorly designed BI dashboard
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Was in diesen Beispielen ist schlechtes Design?

  • Zu viele Widgets (fast 30), Visualisierung und Kennzahlen sorgen für visuelle Unruhe.
  • Es dauert länger als fünf Sekunden, um einfache Fragen wie „Wie hoch ist der Gesamtumsatz?“ zu beantworten.
  • Es ist kein Ordnungsprinzip hinter dem visuellen Layout erkennbar – die Widgets scheinen zufällig verteilt.
  • Die Tabellen im unteren Bereich vemitteln auf den ersten Blick keine echten Erkenntnisse.

Mit unseren Regeln für optimales Dashboard Design hätte dieses Dashboard deutlich verbessert werden können.

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1. Die 5-Sekunden-Regel

Ihr Dashboard sollte innerhalb von 5 Sekunden alle relevanten Informationen liefern.

Ihr Dashboard sollte Ihre häufigsten wirtschaftlichen Fragen auf einen Blick beantworten können. Wenn Sie also minutenlang nach diesen Informationen suchen, könnte dies auf ein Problem mit dem visuellen Layout Ihres Dashboards deuten.

Beim Entwerfen eines Dashboards sollten Sie die Fünf-Sekunden-Regel befolgen – dies ist die Dauer, die Sie oder der jeweilige Nutzer benötigen sollte, um für ihn wichtige Informationen zu finden. Natürlich dauert eine Ad-hoc-Analyse länger. Doch die wichtigsten Kennzahlen sollten sofort auf dem Bildschirm erscheinen.

2. Logisches Layout: Die umgedrehte Pyramide

Bilden Sie die wichtigsten Daten im oberen Bereich, Trends in der Mitte und granulare Details unten im Dashboards ab.

Bei der Gestaltung eines Dashboards ist die Anordnung der Elemente extrem wichtig. Es bietet sich das Prinzip der invertierten Pyramide an (siehe Abbildung). Dieses Konzept stammt aus dem Journalismus und unterteilt die Inhalte eines Zeitungsberichts grundsätzlich in drei Bereiche in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung: Die wichtigsten und wesentlichsten Informationen befinden sich oben, gefolgt von den signifikanten Details, die die wesentlichen Informationen unterstützen. Unten haben Sie dann allgemeine und Hintergrundinformationen, die sehr viel mehr Details enthalten und es dem Leser ermöglichen, tiefer in das Thema einzusteigen (z. B. Überschrift, Zwischenüberschrift und der Text eines Zeitungsartikels).

Welchen Bezug hat eine journalistische Technik zum Dashboard Design? Business Intelligence-Dashboards sollen genau wie Zeitungsartikel eine Geschichte erzählen. Die Geschichte Ihres Dashboards sollte der gleichen inneren Logik folgen: Die signifikantesten und wichtigsten Informationen sollten oben angezeigt werden. Die Trends, die diese Informationen in einen Kontext setzen, folgen darunter und die granulareren Details, die Sie näher aufschlüsseln und untersuchen können stehen ganz unten.

Designing dashboards according to the inverted pyramid framework

3. Minimalismus: Weniger ist mehr

Jedes Dashboard sollte nicht mehr als fünf bis neun Visualisierungen enthalten.

Einige Dashboard-Designer haben das Bedürfnis, möglichst viele Details in ihr Dashboard zu packen, um ein ganzheitliches Bild zu geben. Das klingt gut in der Theorie, doch die kognitive Psychologie lehrt uns, dass das menschliche Gehirn nur circa sieben Informationen gleichzeitig verarbeiten kann – und das ist die maximale Anzahl der Visualisierungen, die Sie auf Ihrem Dashboard haben möchten. Mehr Informationen schaffen visuelle Unordnung, die vom eigentlichen Zweck des Dashboards ablenkt und für Verwirrung sorgt.

Sie können visuelle Unordnung vermeiden, indem Sie die Daten mit Filtern und Hierarchien anordnen (z. B. statt eine Kennzahl für die Umsatzhöhe in Nordamerika und eine für Südamerika zu haben, geben Sie dem Benutzer die Option, einen Filter anzuwenden, der die gleiche Kennzahl abwechselnd anzeigt) – oder unterteilen Sie Ihr Dashboard einfach in zwei oder mehrere separate Dashboards.

4. Auswahl der richtigen Datenvisualisierung

Wählen Sie die richtigen Datenvisualisierungen entsprechend ihrem Zweck. according to its purpose.

Wir haben zuvor die Möglichkeiten der Datenvisualisierung behandelt und werden deshalb hier nicht zu sehr ins Detail gehen. Wir möchten an dieser Stelle lediglich sagen, dass die Datenvisualisierung nicht nur für das Auge ansprechend sein sollte – sie sollte einem bestimmten Zweck dienen und spezifische Informationen besser trasnportieren als ein einfaches Tabellenformat. Bevor Sie sich für eine Visualisierung entscheiden, bedenken Sie, welche Art von Information Sie vermitteln möchten:

Beziehung – Verbindung zwischen zwei oder mehr Variablen.Vergleich – Seite-an-Seite-Vergleich von zwei oder mehr Variablen. Zusammensetzung – Aufschlüsselung von Daten in mehrere Komponenten.Verteilung – Bereich und Gruppierung von Werten innerhalb von Daten.

  • Beziehung – Verbindung zwischen zwei oder mehr Variablen.
  • Vergleich – Seite-an-Seite-Vergleich von zwei oder mehr Variablen.
  • Zusammensetzung – Aufschlüsselung von Daten in mehrere Komponenten.
  • Verteilung – Bereich und Gruppierung von Werten innerhalb von Daten.

Wenn Sie nicht weiter wissen, können Sie jederzeit unseren interaktiven Assistenten verwenden, der Ihnen dabei hilft, die richtige Datenvisualisierung auszuwählen.

E-Commerce Dashboard
Example of a good dashboard design.

Dashboard Design: Was es noch zu bedenken gilt

Die Wahl der richtigen Visualisierung ist entscheidend, damit die Anwender schnell verstehen können, was sie sehen. Doch es gibt noch mehr Punkte zu beachten. Wenn Sie sich überlegen, wie Sie Ihr Dashboard gestalten, müssen Sie auch daran denken, wer am Ende das Dashboard in erster Linie benutzen wird. Wenn Sie zum Beispiel ein Dashboard für einen Endbenutzer entwerfen, der sich auf die Optimierung von Werbeplattformen konzentiert, möchten Sie sicherlich Ihre Widgets auf Kennzahlen ausrichten, die die Konversionsraten steigern.

Da der Anwender genau weiß, was jeden Tag mit jeder Werbung geschieht, ist es nur sinnvoll, wenn er die wesentlichen Details, wie zum Beispiel CPM (Tausend-Kontakt-Preis), vor sich hat. Ein Marketingleiter jedoch möchte vielleicht einfach nur auf einen Blick die etwas breiteren Informationen erhalten, wie sich Werbung auf die Konversionsraten auswirkt.

Ad Platform - Marketing Dashboard

Zu diesem Zweck sollten Sie sich mit dem Anwender zusammensetzen, um Anforderungen zu ermitteln und KPI zu definieren, bevor Sie sich an das Dashboard Design machen. Wenn Sie das nicht tun, entwerfen Sie vielleicht das wunderschönste Dashboard der Welt, aber es wird keinen Einfluss auf die langfristige Entscheidungsfindung der Benutzer haben.

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